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Geschrieben von Simon Reich
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Dienstag, 6. Februar 2007 |
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Der in Bremen lebende Deutsch-Türke Murat Kurnaz fuhr als Sympathisant der Taliban (eine Terrororganisation) von Bremen nach Afghanistan und wurde festgenommen. Kurnaz galt schön früh als unschuldig, Ende 2002 boten die USA sogar seine Freilassung aus dem berüchtigten Gefängnis in Guantanamo auf Kuba an, doch die Deutschen wollten ihn zunächst nicht...
Die Bundesregierung unter Druck und Erklärungsnot
Erst vier Jahre später bemühte man sich um seine Freilassung, dadurch geriet auch die Bundesregierung unter Druck, vor allem Außenminister Walter Steinmeier ist noch in der Schusslinie.
Als Kurnaz dann wieder in Deutschland war, berichtete er über seine schreckliche Zeit in Guantanamo. Er erzählte wie in dem Lager im südafghanischen Kandahar vier oder fünf Tage lang an Ketten aufgehängt wurde und nur heruntergelassen wurde, um von Ärzten auf seine "Folterfähigkeit" überprüft zu werden.
Er beschuldigt sogar die Bundeswehr ihm nicht geholfen zu haben als er deutschen Soldaten begegnete und diese sollten ihn laut seiner Aussage sogar selbst verletzt haben. Auch berichtet er über die Zustände im Gefangenenlager - Mithäftlinge sollen laut Kurnaz bei minus 10 Grad in der Nacht in Zelten angekettet worden sein.
Jetzt ermittelt der BND (Bundesnachrichtendienst) - Untersuchungsauschuss über die Vorfälle die dort geschildert worden sind.
Man hofft damit, die Schuldigen zu finden, die Murat Kurnaz fast fünf Jahre unschuldig im schlimmsten Gefängnis der Welt verharren lassen haben. Damit soll ausgeschlossen werden, dass solch eine schreckliche Tat, wenn diese denn vorgefallen sein sollte, nie wieder passiert.
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