 (c) Thomas Hoerren / Thomas Kommon
Bei uns im Rhein-Erft-Kreis sieht es genauso aus, wie überall in Deutschland: Durch das relativ milde Klima in der letzten Zeit schlüpfen Insekten zu früh, Zauneidechsen erwachen aus der Winterstarre und selbst kleine Säuger wie Mäuse beenden vorzeitig ihren Winterschlaf. Doch jetzt sinken die Temperaturen rapide in den Abgrund.
Von knapp 10°C in der letzten Zeit, sind es in der Nacht vom 22.01. auf den 23.01. bereits Minus-Temperaturen. In den vergangenen Wochen schlüpften Schmetterlinge aus ihren Puppen, die normal erst im März oder April schlüpfen würden. Früh schwärmende Borkenkäfer fliegen schon vereinzelt durch die Wälder in Bergheim und Umgebung. Diese Insekten befinden sich in einem Stadium, in dem sie nicht überwintern können. Zauneidechsen laufen am Tagebaurand umher, weil sie ihre Winterstarre beendet haben und Mäuse finden im Wald und Feld keine Nahrung. Bei einer Suche im Wald für einige Videoaufnahmen und Beobachtungen begegneten mir diese und zahlreiche weitere. Zu den seltsamen Temperaturen kommt auch noch der starke Sturm, der z.B. große Totholzstrukturen zum umstürzen bringt. Seit drei Jahren befasse ich mich in unserer Umgebung intensiv mit unseren Tieren, speziell den Insekten, gebe wissenschaftliche Daten weiter und dokumentiere alles. Es wird vielleicht auf den ersten Blick für Laien nicht auffallen, aber es sind nicht wenige Tiere betroffen.
Falls ihr oder eine euch bekannte Person einen Igel, eine Maus, eine Kröte oder ein anderes Tier finden solltet, meldet euch! Ich kümmere mich um eine Überwinterung.
Kontakt: Thomas Hörren 0152/01537471,
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